Landkreis-SPD spendet für die Tafel in Rottenburg - Immer mehr Hilsbedürftige

aa Spendenuebergabe Tafel ROL 01Immer mehr Alleinerziehende, Geringverdiener oder Rentner – sie alle müssen täglich darum kämpfen, finanziell um die Runden zu kommen. Gespart wird, wo es geht – häufig auch am Essen, so die SPD-Kreisvorsitzende Ruth Müller. 

Damit in einem Land, in dem es Lebensmittel im Überfluss gibt, niemand hungern muss, wurden Mitte der 1990er Jahre die „Tafeln“ in Deutschland gegründet. Mittlerweile gibt es fast 900 Tafeln  – eine davon ist seit nunmehr fast vier Jahren unter dem Dach der Diakonie in Rottenburg angesiedelt und die Personen, die diese Hilfe in Anspruch nehmen, werden immer mehr.

Das Spendenaufkommen sei dagegen zurückgegangen, berichtete Gerti Weinzierl beim Besuch des SPD-Kreisverbands. Die SPD im Landkreis Landshut spendet alle Jahre den Erlös des politischen Kirchweihsonntags einer sozialen Einrichtung in der Region. Passend zum Thema „Rente“, die mit dem stellvertretenden VdK-Vorsitzenden MdL Achim Werner diskutiert wurde, konnten die Vertreter der Landkreis-SPD nun einen dreistelligen Betrag an die Rottenburger Tafel überreichen.

aa rottenburger tafelGerti Weinzierl, die ehrenamtlich die Rottenburger Tafel betreut, erläuterte den SPD-Besuchern dass über 300 Personen aus Rottenburg, Pfeffenhausen, Hohenthann, Ergoldsbach, Neufahrn, Weihmichl, Furh, Obersüßbach und Rohr einmal in der Woche durch die Tafel mit Lebensmitteln versorgt werden, die von Geschäftsleuten oder Privatpersonen gespendet werden. Mit Spendengeld wird dazugekauft, was nicht im Angebot ist, so Gerti Weinzierl. Problematisch sei es allerdings für viele Bedürftige, das Angebot der Tafel in Rottenburg zu erhalten. Hier müsse immer wieder nach kreativen Transport-Lösungen gesucht werden, damit die Menschen nach Rottenburg kommen könnten.

„Gerechtigkeit und Solidarität“ seien die zentralen Aussagen der Sozialdemokraten – und deshalb wolle man es nicht nur bei den guten Worten belassen, sondern ihnen auch Taten folgen lassen, so der Neufahrner SPD-Gemeinderat Peter Forstner. Mit der Spende wolle man dazu beitragen, die soziale Einrichtung der Tafel zu unterstützen. In einem Land wie Deutschland müssen alle Menschen genug zum Leben haben, bekräftigte auch der stellvertretende Kreisvorsitzende Josef Kollmannsberger. „Die Zeit ist reif für einen Mindestlohn, der es den Menschen erlaube, von ihrer Hände Arbeit auch leben zu dürfen, wie es in fast allen europäischen Ländern Standard sei“, so Ruth Müller.

„Über die Tafeln werden qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, an Menschen in Not verteilt“, informierte Gerti Weinzierl, die mit 35 ehrenamtlichen Mitarbeitern für die „Tafel“ tätig ist. Am Donnerstag findet die letzte Ausgabe vor den Weihnachtsferien statt und für alle „Tafel- Kunden“ gibt es eine Weihnachtsüberraschung: Eine von den Kindergartenkindern bemalte Tasche, die mit weihnachtlichen Leckereien befüllt wird, so Gerti Weinzierl.

Die Armutsquote steige auch in Bayern an. Gerade Niederbayern belege einen traurigen Rekord – zum einen sei die Armutsgefährdungsquote mit 26,4 Prozent am höchsten. Und gleichzeitig sei die Durchschnittsrente von 529 Euro die niedrigste in ganz Bayern – diese Zahlen habe der VdK erst ermittelt. Man müsse dankbar sein, dass es so viele Menschen gebe, die ehrenamtlich Zeit damit verbringen, bei der Tafel Hilfe vor Ort zu organisieren, so Neufahrns Bürgermeister Bernd Zauner.

„Arm in einem reichen Land“ – davon zeuge die Arbeit der Tafeln, die sehr wichtig sei. Die Politik müsse jedoch die Rahmenbedingungen schaffen, dass solche Einrichtungen in Bayern nicht mehr benötigt werden, bekräftigte der Rottenburger Stadtrat Hans Weigl. Neben der Geldspende überreichten die SPD-Mitglieder auch einige Exemplare des Regionalmagazins „Im Labertal“, damit interessierte Tafel-Kunden über die Feiertage auch Lesematerial mitnehmen können.

Bildtext: Peter und Monika Forstner, Hans Weigl, "Tafel"2- Leiterin Gerti Weinzierl, die SPD-Kreisvorsitzenden Ruth Müller und Josef Kollmannsberger sowie Neufahrns Bürgermeister Bernd Zauner bei der Spendenübergabe.

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